Die Nation auf der Bank
Es sind nur noch wenige Wochen bis zur WM. Die Aufregung steigt und direkt proportional zur Vorfreude anderer Länder auf dieses Ereignis, steigt im Land der Dichter und Denker die Hysterie.
Natürlich ist die Angst berechtigt wenn vor diesem Großereignis unsere Nationalmannschaft schwächelt. Das Gastgeber-Team ist schließlich mitverantwortlich für die Stimmung während der WM. Man überlege sich nur einmal wie die EM in Portugal verlaufen wäre, bezogen auf das Zuschauerinteresse, wenn Portugal in der Vorrunde ausgeschieden wäre. Uiuiui.
Die Nationalmannschaft durchlebt gerade ein Tief, was bei einer derart jungen Truppe mehr als normal ist. Nur leider ist das der Öffentlichkeit recht wurscht. Sie will die Mannschaft Klinsmanns Reichsadler gleich von Triumph zu Triumph flattern sehen. Was auch sonst. Und was passiert nun, wo das Projekt WM-Sieg (d'runter geht nix) leicht, zwinker, zwinker, gefährdet ist? Das, was immer passiert: Jeder weiß alles besser. Eine ganze Nation auf der Trainerbank. Überall Fachleute. Als ob es von denen nicht schon genug gäbe.
Da kann man sich auf bestimmte Dinge verlassen. Die Bild z.B. macht es dem Team vom Klinsi vor und schwebt Reichsadler gleich von Anti-Klinsi zu Anti-Klinsi Kampagne. Und wer springt nicht gerne auf einen Zug auf, der nicht gewillt ist zu stoppen – koste es was es wolle? Getreu dem Motto unseres Innenministers: Krakel vorher, wenn's schiefgeht bist du dann raus aus dem Schneider. Super. Also machen wir es so, wie wir kleines defätistisches Völkchen, es uns immer selbst machen, schön mies. Warum auch anders? Warum nicht einfach mal freuen? Hm. Vielleicht ne Option? Aber, naja - man fürchtet sich in Deutschland ja schon davor auf das falsche Pferd zu setzten, oder ins offene Messer zu laufen, wieder zwinkerzwinker.
Aber was ist die Lösung? Vielleicht sollten wir nicht alle auf die Bank, sondern auf die Couch? Woody Allen hilft das ja manchmal – wir Land-Neurotiker. Tja, und heute Abend geht es gegen unsere Befreier. Vielleicht werden wir ja wieder befreit, vom Formtief, und hauen die US-Boys, schon wieder zwinkerzwinker, so vom Platz, dass ihr Flieger zurück gar keine Startbahn braucht, um abzuheben. Vielleicht.
Zum Spiel gegen die USA
Natürlich ist die Angst berechtigt wenn vor diesem Großereignis unsere Nationalmannschaft schwächelt. Das Gastgeber-Team ist schließlich mitverantwortlich für die Stimmung während der WM. Man überlege sich nur einmal wie die EM in Portugal verlaufen wäre, bezogen auf das Zuschauerinteresse, wenn Portugal in der Vorrunde ausgeschieden wäre. Uiuiui.
Die Nationalmannschaft durchlebt gerade ein Tief, was bei einer derart jungen Truppe mehr als normal ist. Nur leider ist das der Öffentlichkeit recht wurscht. Sie will die Mannschaft Klinsmanns Reichsadler gleich von Triumph zu Triumph flattern sehen. Was auch sonst. Und was passiert nun, wo das Projekt WM-Sieg (d'runter geht nix) leicht, zwinker, zwinker, gefährdet ist? Das, was immer passiert: Jeder weiß alles besser. Eine ganze Nation auf der Trainerbank. Überall Fachleute. Als ob es von denen nicht schon genug gäbe.
Da kann man sich auf bestimmte Dinge verlassen. Die Bild z.B. macht es dem Team vom Klinsi vor und schwebt Reichsadler gleich von Anti-Klinsi zu Anti-Klinsi Kampagne. Und wer springt nicht gerne auf einen Zug auf, der nicht gewillt ist zu stoppen – koste es was es wolle? Getreu dem Motto unseres Innenministers: Krakel vorher, wenn's schiefgeht bist du dann raus aus dem Schneider. Super. Also machen wir es so, wie wir kleines defätistisches Völkchen, es uns immer selbst machen, schön mies. Warum auch anders? Warum nicht einfach mal freuen? Hm. Vielleicht ne Option? Aber, naja - man fürchtet sich in Deutschland ja schon davor auf das falsche Pferd zu setzten, oder ins offene Messer zu laufen, wieder zwinkerzwinker.
Aber was ist die Lösung? Vielleicht sollten wir nicht alle auf die Bank, sondern auf die Couch? Woody Allen hilft das ja manchmal – wir Land-Neurotiker. Tja, und heute Abend geht es gegen unsere Befreier. Vielleicht werden wir ja wieder befreit, vom Formtief, und hauen die US-Boys, schon wieder zwinkerzwinker, so vom Platz, dass ihr Flieger zurück gar keine Startbahn braucht, um abzuheben. Vielleicht.
Zum Spiel gegen die USA
***




Aber zum Glück gibt es Zidane, den großen Dirigenten des Mittelfelds, das kreative Gehirn des französischen Fußballs oder, seit gestern "Zizou die Dampframme". Wiedermal sorgte der geniale Mittelfeldspieler für die Schmankerl des Spiels: einen arrogant verwandelten Elfmeter und nun ja... Da bleibt aber eine Frage, was hat Materazzi dem Zidane gesteckt, dass dieser ihn dermaßen niederstreckt? Vorschläge bitte an Zynthetik, dieser Satz könnte die Geheimwaffe auf den Bolzplätzen in den nächsten Monaten werden.

Sie haben in den letzten Tagen die "schwierigste Entscheidung ihres Leben getroffen." Die Auswirkungen beider Entscheidungen sind allerdings nicht zu vergleichen. Während Klinsi mit seiner mutigen Entscheidung allen klar machte, dass er es ernst meint, verdammt ernst, mit dem neuen Weg und dem Willen und allem Pi Pa und Po, hat Platze das Handtuch geworfen und der Grund ist der ehrlichste und verständigste schlechthin. Platze kann nicht mehr, die Gesundheit. Zuviel Stress hat den Hoffnungsschimmer am Polithimmel der SPD in die Knie gezwungen und da wäre doch wieder eine Parallele zwischen der SPD und der Nationalmannschaft. In der Nationalmannschaft macht man sich durchaus Sorgen, ob die jungen Wilden dem öffentlichen Druck gewachsen sind und in der SPD scheitert der "junge" Nachwuchs an dem Stress, den sein Amt als Parteivorsitzender mit sich brachte.
Ist das Deutschland, wo ein alter Haudegen wie Münte den Parteivorsitz wegen einer unachtsamen Lapalie wegschmeißt und der Jungspunt am Aufgeschulterten zerknickt? Nicht weil ihm das Rückgrat bricht, nein wegen eines Gehörsturzes und eines Nervenzusammenbruchs. Der Willy hätte sich da einfach zwei Wochen in seine Kanzlerwohnung verkrochen und drei Paletten Rotwein gesoffen. Heute beruft man eine Pressekonferenz ein und verkündet die "schwerste Entscheidung des Lebens." Die kann 
Die Frage ist: Wer kann's nicht? An der Hohe-Luft-Chaussee gibt es eine Klinik. Die nennt sich "Moser-Klinik". Was steckt hinter dieser Moser-Klinik? Menschen die zuviel mosern und sich deshalb einliefern lassen? Die stehen dann zusammen am Balkon, sehen auf die viel befahrene Hauptverkehrsstraße und schimpfen: "Ich zahl hier scheißviel Geld, und für was!? Für den Krach?" Langsam und sanft streicht ein Pfleger über den Oberarm des Patienten und besänftigt ihn: "Das ist kein Lärm oder Krach, das ist urbane Lebensqualität."