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Produktinnovationen

Die Welt ist ja schon herrlich (voll), trotzdem, geht da nicht noch mehr? Ist da nicht noch Luft nach oben? Ist da noch Luft oben?

Obwohl die Marketingabteilungen dieser Welt, gespickt mit Leuchten der Innovationskraft, brummen wie ein gut eingefahrenes Motörchen und die Produktentwickler ausgezeichnet ausgebildetes Fachpersonal sind, fehlt etwas – und zwar an allen Ecken und Kanten.

Fangen wir doch einfach damit an, eine kleine Sinnlosigkeit lauert doch an jeder Ecke. Und eine gute, eine wirklich gute Produktinnovation, hat noch nie nicht geschadet. Da hat doch schon so manche Branche den Kopf aus der Schlinge gezogen. Auch wenn sie ihn gar nicht drin hatte, wie die Tabakindustrie. Hart gebeutelt hüstelt sich die Weltmacht der Glimmstengel durch den Markt, maltretiert von Gesetzen und Gesetzen und Gesetzen (von den Paragraphen ganz zu schweigen). Auch wenn es im Hotel Gesetz eine Lobby gibt, die so manchen Notausgang besitzt.

Gerade die Tabakindustrie muss sich auf ihr Produkt verlassen können, schließlich darf man's ja nicht mehr richtig bewerben und konsumieren war schon mal witziger, obwohl die netten Sprüche den Spaßfaktor natürlich potenziert haben. Gut, die Sucht verspricht eine solide Kundenbindung, aber trotzdem, da steckt noch mehr Potential drin. Da ist noch Luft nach oben und deshalb, hier die Innovation:

Celebrations

(Gut, von den Schokoriegeln geklaut, aber wie jeder Werber weiß: "Lieber gut geklaut, als schlecht selbstgemacht." )

Wäre das nicht eine tolle Innovation? Man kauft eine Schachtel und darin sind 4 R6, ein paar R1 usw. Oder BAT-Celebrations, da hätte man gerade als Jugendlicher die Möglichkeit, früh herauszufinden welche Sorte man präferiert. Oder man findet an der Vielfalt Genuß. Zum aufstehen schmeckt eine Lucky Strike besser, aber nach dem Essen kann es schon mal eine Gauloises sein. Husten? Kein Problem, Pall Mall Menthol schmeckt eh besser als Pullmol Lakritz. Ich bin mir sicher, damit würden Zigaretten wie Phoenix wieder aus der eigenen Asche erstehen – wenn sie das müssten.
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Frühstückstandards ~ Teil 2

Mein Musiklehrer versuchte uns zwar weißzumachen, dass das Wort Natas in Metal-Liedern vorkommt und rückwärts gespielt eben, ja – Satan bedeutet. Für viele ist der Bezug zwischen Satan und den portugiesischen Pastel de Natas vielleicht zutreffend, aber wohl in anderer Hinsicht.

Sie sind unfassbar lecker, klein und eben teuflisch – kalorienreich. Aber für ein kleines sündigsüßes Frühstück die perfekte Partie um fröhlich nach Hüftgold zu schürfen. Portugiesische Pastel de Natas sind kleine Blätterteigtörtchen mit Vanille-Sahne-Pudding-Füllung und so süß, gerade wenn sie einem von einer dicken großherzigen portugiesischen Mama serviert werden. Gut, das ist vielleicht stereotyp, aber eben lecker.

Das ganze wird natürlich von einem starken Galão abgerundet. Der portugiesischen Milchkaffeevariante mit Wumms. Starkes Gebräu, trotzdem gar nicht bitter, ein ausgezeichneter Kaffee. Der auf dem Bild ist vielleicht etwas milchig, aber so eine schöne Kombination. Natürlich ist das nicht das Nonplusultra der portugiesischen Frühstückskultur, aber ein kleiner, feiner Aspekt.

Guten.
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There's no place like home

Während es immer wärmer wird und der Regen mehr und mehr auf uns herunter prasselt. schneit es im Norden Bayerns was das Zeug hält. Die Schneeberge werden höher und höher, die Straßen schmaler und schmaler und es hört einfach nicht auf. Was für mich als Teilzeittouristen hier eine romantische Winterlandschaft ist, ist für die hier lebenden einfach nur nerviger Dreck. Kaum vorstellbar, wo wir uns doch über Schnee so sehr freuen…
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Du Du Du - Der Duden ~ Requiem for a Star

Jede Ära geht einmal zu Ende. Die der Beatles und somit auch die des Fickers. Gleichzeitig der Beweis einer niederschmetternden Niederlage.

Nicht nur das unser Versuch, das Schnackseln in die Top 3 der Dudensuche zu hieven, gescheitert ist, nein, auch der Ficker und der Fickler sind aus den Top 3 verdrängt worden. Zumindest ist es thematisch schlüssig, von wem: dem Exfreund. Hier die aktuelle Top 3:
  1. Exfreund
  2. Arretierung
  3. Burgherr
Naja, wenn man ein Auge zudrückt, kann man ja auch vom Burgherr als einem Ficker sprechen, oder?
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Kannst du gut verlieren?

Wir sind umgeben von Niederlagen, großen wie kleinen. Also auch von Verlierern und da stellt sich natürlich eine Frage: Wer kann es und wer kann es nicht, wer müht sich ab und wer beherrscht es wie ein brasilianischer Ballzauberer.

Gerade vor einer WM ist das Thema Niederlage mehr als akut. Schließlich wird sie uns begleiten, denn die Wahrscheinlichleit, dass es mehr Verlierer als Gewinner geben wird ist doch recht groß. Das hat nichts mit Defätismus zu tun. Nach wie vor ist es gut möglich, dass unsere Mannschaft eine hervorragende Rolle spielen wird. Aber gerade dann wird es auch viele Verlierer geben. Gerade wenn die Deutschen gewinnen. Außerdem musste nicht erst der Fußball erfunden werden um Niederlagen zu verteilen.

Bevor man jedoch richtig verlieren kann um als Person mit der Tatsache zu leben, muss man die Niederlage ersteinmal anerkennen. Das fällt schonmal schwer, für den einen oder anderen. Hier ist wohl der Weg zum schlechten Verlierer eben wie ein Eisschnelllaufbahn. Da wird sich peinlich aufgeblasen, beleidigend rumgezetert, dass man gar nicht mehr hinsehen kann.

Andere sind einfach unfähig zu kapieren, dass sie sich egal wie es ausgeht, eine riesige Niederlage einfahren. Wer Werte vermitteln will, sollte einen Horizont besitzen, der weiter gefasst ist, als in Vers|form. Das hat dann eigentlich nichts mit gut oder schlecht zu tun, sondern ist einfach nur bemitleidenswert. Das hat ein bißchen was von Otto Rehagel am Ende seiner Kaiserslauterer Zeit, oder die bei den Bayern.

Zum eigentlich Thema: Wie gut kannst du verlieren? Es geht hier nicht um einen Wettstreit, sondern um Niederlagen die Treffen. Denn nicht an jeder Ecke gibt es eine Kneipe die "Lucky Looser" heißt.
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Ich kann ihnen nicht trauen.

Ich kann ihnen nicht trauen. Ich weiß nicht was sich hinter diesen Menschen verbirgt. Sie kommen einem entgegen, Nachts. Sie sind männlich, um die dreißig, tragen Multifunktionsjacken von Jack Wolfskin oder so, die Kapuze am Kopf. Alexander Zickler. Fußballprofi ehem. FC Bayern. Chancentod.Darunter noch eine Mütze. Ihr Gang ist dynamisch, das Becken nach vorne geschoben, die Arschbacken direktgepresst. 30 prozentiger Stechschritt würde ich sagen. So kommen sie einem entgegen und dabei lächeln sie wie Alexander Zickler. Was geht in diesen Menschen vor? Ihre Gedanken sind vor mir sicher, weggesperrt in Fort Knox Stoppel-Hirn. Ein einziges Rätsel.
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Ich bin ein ungebildeter Mann

Das behauptet zumindest Marco Materazzi von sich. Was er allerdings gut zu wissen scheint, sind die verletzlichen Stellen an Körper und Geist.

Die FIFA hat nun auch ein Verfahren gegen den italienischen Abwehrspieler von Inter Mailand eingeleitet. Wenn der Beweis erbracht wird, dass Materazzi durch rassistische Bemerkungen Zidanes rote Karte provoziert hat, wäre sogar, nach den neuen FIFA-Regeln, eine Aberkennung des Titels für Italien denkbar. Dies ist zwar unwahrscheinlich, allein der Gedanke daran ist jedoch überaus prickelnd. Außerdem wird es schwer sein dem Abwehrhaudegen seine verbale Entgleisung nachzuweisen. Was jedoch ziemlich einfach nachzuweisen sein wird, sind Materazzis Prioritäten auf dem Platz. Die gelten nämlich zumeist dem Gegenspieler und dessen Unversehrtheit, die der Italiener anscheinend gerne in Angriff nimmt. Dazu braucht er keine Verbalattacken. Die Metallstollen tun es vorerst auch.

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Versteckte Orte des Grauens

In einer Bilderreihe zeigt zeit.de die Schreibtische deutscher Chefredakteuere.

Hier an diesem Ort entsteht also das Grauen, zumindest ein auflagestarker Teil davon.
Dieser Platz sieht so harmlos, ja sogar unschuldig. Es ist ja auch nur ein Tisch, aber die Entscheidungen, die an diesem Tisch getroffen werden sind mehr, als nur eine Glasmilchscheibe. Obwohl ja die kühle Ausstrahlung der Tischplatte auch Einfluß nehmen kann. Das wäre doch möglich, oder? Vielleicht ist es doch mehr als nur ein Tisch, ein Arbeitsplatz. Womöglich ist es der kalte, harte Charme der Glasplatte der Ausschlaggeber ist, dass der Chefredakteur, der hier sitzt, zu dem geworden ist was er jetzt ist? Das ist doch möglich? Es ist der Schreibtisch, der diesen Mann zwingt, ihn drängt, der Teufel der Dr. Faust hinabzieht in die Bodenlose Niveaulosigkeit. Es ist der Tisch, der Tisch ist schuld!

Also plädiere ich für eine neue warme braune Tischplatte für Claus Strunz. Dann hält vielleicht wieder etwas wärme Einzug in die reißerischen Gemäuer des Boulevardjournalismus und die Hetzkampagnen hätten wieder mehr Liebe. Wäre das nicht wunderbar?
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Du Du Du – Der Duden ~ Revisited

Es konnte nicht wirklich wahr sein. Eine Liste auf der ehrwürdigen Duden-Website mit einem thronenden Ficker auf dem Platz an der Sonne. Da musste ich nochmals nachsehen. Und siehe da…

Zuerst die alten Top 3 vom 17.03.2006:
  1. Ficker
  2. abvotieren
  3. Aerotaxe
Die etwas verwirrenden Plätze 2 und 3 konnten sich leider nicht in den Top 3 halten. Allerdings bleibt der Ficker weiter standhaft – die Nummer 1.

Hier die aktuellen Top 3:
  1. Ficker
  2. Fickler
  3. VOS
Auch diesesmal sind die Plätze zwei und drei nicht uninteressant. Der Fickler ist eine alte Berufsbezeichnung für einen Taschenmacher, natürlich aber auch ein anderes Wort für Ficker. Bzw. jemand der die Geige fidelt. Nun gut. Das ist schon fast wie bei dein Beatles, als alle Songs in den Top 5 von, na ihr wisst schon (erste Aprilwoche '64: 1. Can't Buy Me Love, 2. Twist And Shout, 3. She Loves You, 4. I Want To Hold Your Hand und 5. Please Please Me). Vielleicht schafft es ja auch bald ficken in die Top 3. Nur so zum Schluß. VOS ist die Vereinigung der Opfer des Stalinismus.
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Veni Vidi Vici

Es ist geschehen, die K-Frage die das Land gespalten hat ist beantwortet. Jens Lehmann ist unser Hüter, Torhüter. Der Keeper.

Zuerst jedoch ein kleines Dankeschön an unseren Titan. Er ist in über 80 Länderspielen für uns durch den Sechzehner geflogen und hat dabei so manchen Kollateralschaden verursacht, aber auch so manches Spiel gerettet. Danke Oli. Aber, obwohl ich deinem Heimatverein sehr zugetan bin und das Entsetzen deiner Vorgesetzten verstehen kann, muss ich zugeben, die Entscheidung ist wohl die Richtige. Jens Lehmann ist für diese Mannschaft die Richtige Wahl. Und jetzt kein dummes Geunke von Lehmann-Feinden, die jetzt sagen könnten: Jaja, zu den Rumpelfüßlern passt halt auch ein Rumpeltorwart. Nein, der Lehmann ist ein großartiger Torwart, der es verdient hat bei der WM im Tor zu stehen. Denn er ist, obwohl wie Kahn schon 36 Jahre alt, der modernere Torwart.

Auch wenn wir uns immer über die fehlende Qualität der deutschen Kicker beschweren, es gibt kein Land auf der Murmel mit einer höheren Dichte an großartigen Torhütern. Lehmann, Kahn, Hildebrandt, Weidenfeller, Enke, Wiese...
Jeder dieser Torhüter wäre in der Lage bei einer WM herausragendes zu leisten. Bei der letzten WM war Oliver Kahn in der Form seines Lebens, wurde zum Spieler des Turniers gewählt. Kein Torhüter vor ihm hatte das je geschafft und fast wäre er zum ersten Mal in der Geschichte des Fußballs, als Torhüter zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Zumindest war er 3 Mal in Folge Welttorhüter, eben der Titan.
Lehmann steht mittlerweile dem in nichts nach. Einer der wenigen Unterschiede zwischen Lehmann und Kahn war lange nur, dass wenn Oli einem Gegenspieler mal wieder in den Nacken gebissen hatte, er nicht vom Platz flog im Gegensatz zu Lehmann dem dafür meistens nur eine Blutgrätsche reichte. Aber im Gegensatz zu Kahn hatte Lehmann über seine Aussetzer nicht geschmunzelt, sondern ernsthaft in Frage gezogen, aufzuhören, weil er "sich selbst nicht wieder erkenne". Der Mann hat tatsächlich was zwischen seinen Pfosten. Während Kahn der Torwart mit den meisten Roten Karten in der Geschichte der Bundesliga ist. Das hat nicht einmal Toni Schumacher oder Uli Stein geschafft. Tja der Titan eben. Aber nun fliegt Jens für uns durch den Strafraum.





Vielleicht bleibt Kahn der Nationalmannschaft ja erhalten, denn vielleicht hat er ja von seinem Arbeitgeber gelernt, dass eine gut besetzte Bank, bei einem Turnier oft entscheidend sein kann und mit Kahn auf der Bank, wäre diese so gut wie nur möglich besetzt. Außerdem, man erinnere sich nur an Goichochea, der Torwart der argentinischen Mannschaft in Italien 1990. Als dritter Torwart hätte er nur auf der Bank sitzen sollen. Dann verletzten sich der erste und zweite Torwart in einem Spiel und er wurde zum Torwart des Turniers. Er ging als der Elfmeterkiller in die Geschichte ein. Nur im Finale hatte er keine Chance. Das erinnert doch auch irgendwie an Oliver Kahn.
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