But the little boy said...
There are so many colors in the rainbow | So many colors in the morning sun | So many colors in the flower | and I see every one. (Harry Chapin)
Das hinter jeder Metal-Hymne ein melodisches Kleinod steckt, voller Romantik und Liebe, war ja klar. Allein die engen Hosen waren Zeichen genug. Aber jetzt ist es offiziell, dank Hellsongs.
Die Schweden, da kommen sie aus dem Norden, diese schönen Menschen, vertragen Unmengen an Alkohol, leben in diesem sagenhaften Bullerbütraumland (selbst Geißelnehmer sind so schnuckelig, dass man sich in sie verlieben könnte) und dann machen sie auch noch Musik. Frauenstimmen die unerschöpflisch Honig in unsere Öhrchen gießen. Ach.
Hellsongs ist da keine Ausnahme. Die drei Schweden nehmen sich alter Metal-Hymnen an und interpretieren diese neu. Was dabei herauskommt bezeichnen sie selbst als Lounge Metal – herrlich wundervoll.
Das dunkle Firmanent, das geflickte Dach seiner Welt legte sich düster über die Gedanken des kleinen Jungen, der sich tief in seinem Inneren versteckt hielt. Er leckte das Salz seiner Tränen aus seinen Mundwinkeln und schmeckte den faden trockenen Geschmack der weißen Schminke. Er spürte ihn im Rücken, den Großmeister, den Jongleur, wie er das Gelächter der Meute in immer höhere Höhen warf, bis es das Firmament zu streifen drohte, alles wankte, bebte und zitterte. Die Meute, Raubtiere die sich näher um die Manege drängten um ihn zu zerfleischen, mit Ahs und Ohs und dem düsteren Gackern des Fließbandamusements. Nie würde er ihm gerecht werden.
Und jede neue Welle des Gelächters die gegen seine Tränen brandete, füllte den Schmerz, bis er dem kleinen Jungen bis zum Hals stand. Warum musste er immer ausgelacht werden?
Kleinigkeiten die den Tag retten. Wer kennt sie nicht? Wer liebt sie nicht? Wer braucht sie nicht?
Heute war ich auf der Website des Duden, um nach der Rechtschreibung eines Wortes zu suchen. Da wußte ich noch nicht, dass derlei Dienste nicht kostenfrei sind. Aber egal. Intuitiv klickte ich auf den Menuepunkt "Dudensuche" um in das dortige Suchfenster mein Wort einzutippen. Während ich auf das Ergebnis wartete, schweifte mein Blick über die Seite und ich stieß auf die Liste: Oft gelesene Artikel. Und was steht da auf Platz eins? Natürlich: Ficker. Ein wunderbarer Tag.
In einer Bilderreihe zeigt zeit.de die Schreibtische deutscher Chefredakteuere.
Hier an diesem Ort entsteht also das Grauen, zumindest ein auflagestarker Teil davon.
Dieser Platz sieht so harmlos, ja sogar unschuldig. Es ist ja auch nur ein Tisch, aber die Entscheidungen, die an diesem Tisch getroffen werden sind mehr, als nur eine Glasmilchscheibe. Obwohl ja die kühle Ausstrahlung der Tischplatte auch Einfluß nehmen kann. Das wäre doch möglich, oder? Vielleicht ist es doch mehr als nur ein Tisch, ein Arbeitsplatz. Womöglich ist es der kalte, harte Charme der Glasplatte der Ausschlaggeber ist, dass der Chefredakteur, der hier sitzt, zu dem geworden ist was er jetzt ist? Das ist doch möglich? Es ist der Schreibtisch, der diesen Mann zwingt, ihn drängt, der Teufel der Dr. Faust hinabzieht in die Bodenlose Niveaulosigkeit. Es ist der Tisch, der Tisch ist schuld!
Also plädiere ich für eine neue warme braune Tischplatte für Claus Strunz. Dann hält vielleicht wieder etwas wärme Einzug in die reißerischen Gemäuer des Boulevardjournalismus und die Hetzkampagnen hätten wieder mehr Liebe. Wäre das nicht wunderbar?
Lasst die Witze mit dem Seitenlinien wegschnupfen ruhig stecken. Der Godmaster der Kleingeist/Fußballerpsychologie ist zurück.
Endlich ist er zurück in der kleinen Bundesliga, um den wirklich einzigen Weltklub, so empfindet es zumindest der gemeine Kölner Fan, wieder dorthin zu führen, wo er eigentlich nie wirklich war. No Offense Litti, aber die zwei Meisterschaften... Aber damit ist jetzt Schluss. Fachkreise berichten bereits von deutlich hörbarem Zähneklappern aus Madrid, Barcelona und Chelsea, während Poldi ins Kissen flennt, weil er jetzt sicher wieder bei einem Abstiegskandidaten spielt. Da muss er jetzt durch. Jetzt fehlt nur noch eine Regel-Änderung der UEFA, dass ab nächstem Jahr der 12. der zweiten Liga in der Champigons-League spielberechtigt ist und dann steht nichts und niemand irgendjemandem mehr im Weg.
Die Bar hatte schon geöffnet. Obwohl stillschweigend jeder wusste, sie zu betreten erst später erlaubt war und trotzdem, die Bar hatte schon geöffnet und würde erst Stunden leer und traurig träumen, bevor sie von träumenden Traurigen gefüllt wurde. Trotzdem betrat er die Bar, denn um ihn war es schon dunkel genug. Es überraschte ihn, nicht allein zu sein. Sie stand links, im hinteren Teil des Raumes, am Tresen. Auf ihn hatte sie sicher nicht gewartet. Zum Glück war es dunkel, wie hätten sonst die Schatten auf ihrem Gesicht tanzen können. Denn Streifen dünnen Lichts streiften sie, Vorhänge nur nebenbei zugezogen. Ihr Gesicht und nichts in Konkurrenz.
Eben an der Ecke, er war gerade auf dem Weg zur Bar, stand ein Penner. Er wollte Geld. Bekam keines. Sein Gesicht hatte er nun wieder vor Augen. Würde er sich nun immer an ihn erinnern müssen? Im Lichthof des schönsten Ereignisses bewahrt? Seine dreckigen Finger und das zerrissene Hemd, lose in die Hose gesteckt.
Als einzige lächelte sie in seine Richtung.
Er bestellte, nahm nicht das Gleiche wie sie, eher etwas anderes, trotzdem nahm sie ihn, so glücklich und der Penner trug gar keine Schuhe fiel ihm ein. Er war barfuss.
***
Daran erinnert er sich. Ihre Haut glänzt, die Haare kleben an ihrer Stirn. Langsam befreit er sie und sie dreht sich, lehnt ihren Kopf an seine Hüfte und schnauft, seufzt. Verstopfte Nase und ein bisschen Fieber, ansonsten viel Pflege. So lange her?
Die gelblichen Zähne, als er lachte, ihm einen Schritt entgegen kam. Er hatte ihm nichts gegeben. Kein Geld, niemals, nur warum? Hätte er nicht für alles Bezahlung verdient?
Wo hatte sie sich nur diese Grippe geholt? Wieder streichelt er ihr Gesicht, legt sanft, nur ein Hauch von Berührung, seine Fingerkuppen auf ihre Haut. Wieder seufzt sie.
Wie konnte er keine Schuhe tragen? War es nicht kalt? Obwohl er auch keine Jacke bei sich trug, nur dieses hässliche Hemd. Wie sie schläft. Wie er sie liebt. Er küsst sie auf die Stirn, ist froh, dass sie schläft, gesund wird.
Er steht auf, öffnet die Tür zu dem Balkon und tritt hinaus. Es regnet, der Balkon ist trocken, im vierten Stock, verdeckt von hohen Laubbäumen blickt er auf die Straße, zwischen den Lichtinseln der Straßenlaternen hin und her. Als würde er da unten stehen. An der Ecke. Im Regen, barfuss lächelnd Passanten seine bittende Hand hinhalten. Er, der Beschützer seiner Liebe. Hätte er ihm doch etwas Geld gegeben.
Während es immer wärmer wird und der Regen mehr und mehr auf uns herunter prasselt. schneit es im Norden Bayerns was das Zeug hält. Die Schneeberge werden höher und höher, die Straßen schmaler und schmaler und es hört einfach nicht auf. Was für mich als Teilzeittouristen hier eine romantische Winterlandschaft ist, ist für die hier lebenden einfach nur nerviger Dreck. Kaum vorstellbar, wo wir uns doch über Schnee so sehr freuen…
Ist die Entscheidung gefallen? Löst Jens Lehmann den Torwart-Titan zwischen den Pfosten der "Rumpelfüßer" (Anmerkung der Redaktion: inoffizielle bez. der deutschen Nationalmannschaft) ab. Hat sich die Schwaben-Schwalbe "The Diver" (Anm. alter Spitzname des Teamchefs auf der Insel wo Jensi sein Geld bei Arsenal verdient) Klinsmann, für den ehemaligen Torwart von Dortmund, AC Milan, Schalke entschieden?
So sieht es zumindest aus. Angeblich, so hat die dpa, wiederum angeblich, laut BILD, ui noch ein riesiges angeblich, erfahren, dass der Bundestrainer heute Vormittag Oliver Kahn sein Entscheidung gegen ihn mitgeteilt, nachdem die Verantwortlichen des FC Bayern und die gesamte Presselandschaft des "Wohlfühl"-Lands ihn aufgefordert hatten (seit ungefähr 2 Jahren) den "Psychoterror" endlich zu beenden und seine Entscheidung bekannt zu geben. Das ist nun, angeblich selbstverständlich, nun passiert. Und ui das letzte große Hemd wurde vergeben an, ja, Jens Lehmann. Angeblich. Ob das stimmt?
Schwarz-Weiß-Malerei. Nach dem Tod von Stanislaw Lem und unter dem Einfluss des Wetters in Hamburg wird ¶Zynthetik - Das Blogzine vorerst im Trauergewand auftreten.
Die Niederschlagswerte gehen hoch wie der Cholesterinspiegel von Reiner "Calli" Calmund, nachdem er sich gestern vor der Staatsanwaltschaft rechtfertigen musste. Immerhin soll er Spiele manipuliert haben.
Vor nicht allzu langer Zeit war ein Interview mit Stanislaw Lem in einer Ausgabe der Galore. Das zu lesen hat sich gelohnt, sowie jedes Sanislaw Lem Buch, das man in die Finger bekommen hat und noch in die Finger bekommen wird.
Es konnte nicht wirklich wahr sein. Eine Liste auf der ehrwürdigen Duden-Website mit einem thronenden Ficker auf dem Platz an der Sonne. Da musste ich nochmals nachsehen. Und siehe da…
Zuerst die alten Top 3 vom 17.03.2006:
Ficker
abvotieren
Aerotaxe
Die etwas verwirrenden Plätze 2 und 3 konnten sich leider nicht in den Top 3 halten. Allerdings bleibt der Ficker weiter standhaft – die Nummer 1.
Hier die aktuellen Top 3:
Ficker
Fickler
VOS
Auch diesesmal sind die Plätze zwei und drei nicht uninteressant. Der Fickler ist eine alte Berufsbezeichnung für einen Taschenmacher, natürlich aber auch ein anderes Wort für Ficker. Bzw. jemand der die Geige fidelt. Nun gut. Das ist schon fast wie bei dein Beatles, als alle Songs in den Top 5 von, na ihr wisst schon (erste Aprilwoche '64: 1. Can't Buy Me Love, 2. Twist And Shout, 3. She Loves You, 4. I Want To Hold Your Hand und 5. Please Please Me). Vielleicht schafft es ja auch bald ficken in die Top 3. Nur so zum Schluß. VOS ist die Vereinigung der Opfer des Stalinismus.