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»abgerissen«



Einfach und schön ~ Colorflip

So einfach und doch so schön. Was ist leichter als etwas Zeit zu verbrennen?



Hier gefunden: www.vvork.com
Hier die Zeit verbrannt: www.colorflip.com
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Nomen est Omen: Schwarze Pumpe.

Los schreit nach Atomkraft, macht schon. Der Blick auf eine Tabelle und das ziehen in der Magengegend beim Gedanken an die möglichen Reaktionen widerwärtiger Lobbyisten.

So oder ähnlich war die erste Reaktion nach dem Lesen einer schrecklichen Tagesschaumeldung. Doch was passieren sollte war weitaus schlimmer. Nichts. Nichts vom alten Geseier über die Renaissance der Atomkraft. Der Blasebalg von Euratom im Arsch der Stromgroßkonzerne. Nichts, rein gar nichts. Nada. Kein Lobbygeggrinse in die Kameras der Abendnachrichtensendungen. Nichteinmal ein Aufschrei der Gutmenschfraktion. Aber wieso auch, schließlich sind wir, die Vorbilder in Sachen Umweltpolititk – uiuiui Atomausstieg, großer Sport dank Kohlesubventionierung – die größten Luftverpester an Bord der alten Humpe Europa. Die Nachricht hat es nichteinmal zwei Tage auf Tagesschau.de ausgehalten.

Aber warum auch, schließlich halten wir ja nicht inne, im Kampf um die Wählergunst/Umwelt/oder: der Atem meiner Katze riecht nach Katzenfutter (Ralph Wiggum).
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Wem meine Nase nicht passt…

Da steht sie, allein im Wind, dem Gestank des urbanen, zivilisierten Lebens ausgeliefert und wenn es mal eins auf die Zwölf gibt, dann knickt sie auch mal ein. Die Nase.



Dem einen passt sie, dem anderen wieder nicht und so mancher gar ungehobelt hobelt sie zurecht, um sie dann ganz weit oben tragen zu können. Die eine läuft ständig und die andere wird als Kokstrichter missbraucht, trotzdem sitzt sie fest im Zentrum, da wo es weh tut. Der eine spricht vom Riechkolben, obwohl dieser nur einen kleinen Teil ausmacht, vom Sprichwörtlichem Zinken ein anderer und das wunderschöne an ihr – sie sagt wenn es so richtig stinkt. Da muss man dann nicht einmal einen guten Riecher haben, denn offensichtlicher geht es dann gar nicht. Dann wird Alarm geschlagen und, wenn möglich, gerümpft. Nicht zu vergessen, die Größe, bei Männern soll sie direkte Rückschlüsse zulassen, auf den Schwanz nämlich, auf den dann auch mal getreten wird, wenn man sein Geruchsorgan in Sachen steckt die einen nichts angehen. Man muss halt für die richtige Situation ein Näschen haben, dann wird auch alles gut. Ein Hoch auf die Nase!
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2007 ~ und was kommt als nächstes?

Das Jahr ist noch pupsfrisch und kaum trocken auf der Straße, da sieht es sich dem großen Erwartungsdruck der Menschheit ausgesetzt. Was wird es uns bringen? Wird alles besser/schlechter oder einfach wie immer – halt irgendwie?

Sicher, es mangelt nicht an "Was-wird-uns-das-Jahr-2007-bringen-Prognosen", aber ein paar Kleinigkeiten gibt es da schon zu erwähnen. Kaum sind ein paar Tage vergangen, ertappen sich doch einige dabei, einen Satz zu denken, der undenkbarer kaum sein kann, gerade in Deutschland. "Ich freu' mich auf Hitler." Wer hätte gedacht, dass man das einfach mal so schreiben kann, nun aber ist es möglich, mit Helge Schneider in der Hauptrolle. Uiuiui, was können wir uns auf diesen Film freuen. Schluss mit dem ganzen "darf-man-das-denn-in-Deutschland-gelaber". Erst mal gucken, dann reden und vor allem, das Sommermärchen nicht vergessen. Schade das der Film von Dani Levy nicht "Deuschland – ein Demokratiemärchen" heißt. Egal, ob der Film gut ist oder nicht, wen interessiert das schon.

Frohes neues Jahr auch von hier aus.
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Du Du Du – Der Duden ~ Revisited

Es konnte nicht wirklich wahr sein. Eine Liste auf der ehrwürdigen Duden-Website mit einem thronenden Ficker auf dem Platz an der Sonne. Da musste ich nochmals nachsehen. Und siehe da…

Zuerst die alten Top 3 vom 17.03.2006:
  1. Ficker
  2. abvotieren
  3. Aerotaxe
Die etwas verwirrenden Plätze 2 und 3 konnten sich leider nicht in den Top 3 halten. Allerdings bleibt der Ficker weiter standhaft – die Nummer 1.

Hier die aktuellen Top 3:
  1. Ficker
  2. Fickler
  3. VOS
Auch diesesmal sind die Plätze zwei und drei nicht uninteressant. Der Fickler ist eine alte Berufsbezeichnung für einen Taschenmacher, natürlich aber auch ein anderes Wort für Ficker. Bzw. jemand der die Geige fidelt. Nun gut. Das ist schon fast wie bei dein Beatles, als alle Songs in den Top 5 von, na ihr wisst schon (erste Aprilwoche '64: 1. Can't Buy Me Love, 2. Twist And Shout, 3. She Loves You, 4. I Want To Hold Your Hand und 5. Please Please Me). Vielleicht schafft es ja auch bald ficken in die Top 3. Nur so zum Schluß. VOS ist die Vereinigung der Opfer des Stalinismus.
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Du Du Du – Der Duden

Kleinigkeiten die den Tag retten. Wer kennt sie nicht? Wer liebt sie nicht? Wer braucht sie nicht?

Heute war ich auf der Website des Duden, um nach der Rechtschreibung eines Wortes zu suchen. Da wußte ich noch nicht, dass derlei Dienste nicht kostenfrei sind. Aber egal. Intuitiv klickte ich auf den Menuepunkt "Dudensuche" um in das dortige Suchfenster mein Wort einzutippen. Während ich auf das Ergebnis wartete, schweifte mein Blick über die Seite und ich stieß auf die Liste: Oft gelesene Artikel. Und was steht da auf Platz eins? Natürlich: Ficker. Ein wunderbarer Tag.

Hier die komplette Liste:
  1. Ficker
  2. abvotieren
  3. Aerotaxe
Hm, der Rest der Liste verwirrt mich allerdings.
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Gemeinsamkeiten

In Zeiten vor der WM ist nicht ungewöhnlich Fußball zu vergleichen, mit Kleinigkeiten, sozialen Kisten, Großem und natürlich mit allem und jeden. Ach.

Was haben Matthias Platzeck und Jürgen Klinsmann gemeinsam, außer in der Vergangenheit die schwierige Aufgabe zwei alte, traditionsschwangere Teams wie die Nationalmannschaft oder die SPD wieder auf die Siegerstraße zurückzuführen?

Sie haben in den letzten Tagen die "schwierigste Entscheidung ihres Leben getroffen." Die Auswirkungen beider Entscheidungen sind allerdings nicht zu vergleichen. Während Klinsi mit seiner mutigen Entscheidung allen klar machte, dass er es ernst meint, verdammt ernst, mit dem neuen Weg und dem Willen und allem Pi Pa und Po, hat Platze das Handtuch geworfen und der Grund ist der ehrlichste und verständigste schlechthin. Platze kann nicht mehr, die Gesundheit. Zuviel Stress hat den Hoffnungsschimmer am Polithimmel der SPD in die Knie gezwungen und da wäre doch wieder eine Parallele zwischen der SPD und der Nationalmannschaft. In der Nationalmannschaft macht man sich durchaus Sorgen, ob die jungen Wilden dem öffentlichen Druck gewachsen sind und in der SPD scheitert der "junge" Nachwuchs an dem Stress, den sein Amt als Parteivorsitzender mit sich brachte.

(Anmerkung: Platze als Spitzname ist keinesfalls abwertend gemeint, im Gegenteil.)

Ist das Deutschland, wo ein alter Haudegen wie Münte den Parteivorsitz wegen einer unachtsamen Lapalie wegschmeißt und der Jungspunt am Aufgeschulterten zerknickt? Nicht weil ihm das Rückgrat bricht, nein wegen eines Gehörsturzes und eines Nervenzusammenbruchs. Der Willy hätte sich da einfach zwei Wochen in seine Kanzlerwohnung verkrochen und drei Paletten Rotwein gesoffen. Heute beruft man eine Pressekonferenz ein und verkündet die "schwerste Entscheidung des Lebens." Die kann so oder so ausfallen.
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Deine Schwester die ...

Das brasilianische Fernsehen hat weltmeisterlich investigativen Journalismus bewiesen und das große Geheimnis um Zidanes rote Karte gelüftet. Wenn schon die brasilianische Mannschaft wenig weltmeisterlich ist.

Wie ein News-Artikel auf Sport1.de berichtet hat der brasilianische Fernsehsender Globo keine Mühen gescheut um herauszufinden, was der italienische Abwehrspieler Marco Materazzi Zidane gesteckt hat, so dass dieser ihn platt gemacht hat. Extra herangezogene Lippenleser lüfteten das Geheimnis. Materazzi habe Zidanes Schwester Lila beleidigt indem er sie zweimal als Prostituierte bezeichnete.

Das war alles? Hiermit plädiere ich für den neuen Spitznamen von Zinedine Zidane: Zizzizou!
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Ich bin ein ungebildeter Mann

Das behauptet zumindest Marco Materazzi von sich. Was er allerdings gut zu wissen scheint, sind die verletzlichen Stellen an Körper und Geist.

Die FIFA hat nun auch ein Verfahren gegen den italienischen Abwehrspieler von Inter Mailand eingeleitet. Wenn der Beweis erbracht wird, dass Materazzi durch rassistische Bemerkungen Zidanes rote Karte provoziert hat, wäre sogar, nach den neuen FIFA-Regeln, eine Aberkennung des Titels für Italien denkbar. Dies ist zwar unwahrscheinlich, allein der Gedanke daran ist jedoch überaus prickelnd. Außerdem wird es schwer sein dem Abwehrhaudegen seine verbale Entgleisung nachzuweisen. Was jedoch ziemlich einfach nachzuweisen sein wird, sind Materazzis Prioritäten auf dem Platz. Die gelten nämlich zumeist dem Gegenspieler und dessen Unversehrtheit, die der Italiener anscheinend gerne in Angriff nimmt. Dazu braucht er keine Verbalattacken. Die Metallstollen tun es vorerst auch.

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Das ist mir suspex.

Am I allowed to find this gut? Fragt sich manch ein zartes Pflänzchen, wenn es sich doch einfach nur die richtigen Sachen anhören will, aber nicht mit dem nötigen Interkulturellen-Pop-Kontext vertraut ist. Aber da gibt es sicher Auswege.

Eines Nachts bin ich schweißgebadet aufgewacht, ich hatte einen Alptraum: Das Musikmagazin Spex hatte sich aus seinen unsagbar miesen Verkaufszahlen zum Powerseller Nummer 1 erhoben, so dass sogar die Poprocky zitterte. Jeder wusste was er zu hören hatte und was nicht. Jetzt rannten alle der wirklich richtigen Sau durch die Stadt nach. Ich konnte es kaum ertragen, also wachte ich auf, im Glauben der Traum sei vorbei. Ich ging zum Schrank, griff ohne hinzusehen hinein, um mein durchnässtes T-Shirt zu wechseln. Ich zog das neue an, drehte mich zum Spiegel und erschrak fürchterlich, ich trug ein "Stefanie Hertel" Fan-Shirt. Jetzt erwachte ich wirklich.

Was sollte mir dieser Traum sagen? Ist es so schwer dem Fancyfaschismus zu entkommen? Was muss man mögen und was nicht, oder ist das alles einfach nur gequirrlte Scheiße, wie schon Warlock, damals noch mit Frontfrau Doro Pesch sang:

"All we are, all we are. We are all, all we need."

Mit dem Song hatte ich in der sechsten Klasse den internen Charts-Wettbewerb zum zweiten Mal hintereinander gewonnen. Mein erster Treffer in der 5. war noch Joan Jett and the Blackhearts mit "I love Rock'n'Roll". Ich hätte damals nie gedacht, dass meine Strähne reißen könnte. Als ich im Jahr darauf mit den Ärzten baden ging, war ich am Boden zerstört. Abzutreten ist nie einfach, das weiß jeder Titan.

Aber nicht nur damit musste ich mich abfinden. Später fiel ich komplett auf die Schnauze als ich es mit "The Gentle Art of making Enemies" von Faith no more nocheinmal probierte. Nicht jedes Comeback ist von Erfolg gekrönt, siehe die Stones. Die paar Millionen verkauften Platten und ausverkauften Stadien. Wer fragt da schon nach den Trombosestrümpfen die Keith auf Transatlantikflügen trägt, damit sein Klumpblut nicht doch noch schafft, was das Heroin nicht hingekriegt hat.

Wo liegt also der Hund begraben, der richtig betonte? Sicher nicht auf dem Friedhof Père Lachaise, da liegt ein anderer Hund, der die Unverschämtheit besaß, sich nach seinem Tod an pubertierende Spätzünderhippies ausverkaufen zu lassen. Das hätte er nicht tun dürfen. Jetzt liegt er da, dass Würstchen und hat sich die Streetcredibility gehörig versaut. Dabei wollte man ihn doch einfach nur ein bißchen durch die Straßen treiben. Da bleibt also nicht viel übrig, vom Teenie-Shiny-Glanz der Coolness und so wirklich schlauer bin ich immernoch nicht. Naja, wenigstens ist das neue Yeah Yeah Yeahs Album saugut und der Titel passt auch irgendwieahaa.



Viel gibt es da nicht mehr zu sagen, außer vielleicht – Jeder braucht irgendwann ein Gebet.
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